Magdeburger Zwickmühle - Da ist was im Anzug / AUSVERKAUFT! (22.10.2017, 15:00)
Zwickmühle - Da ist was im Anzug
Magdeburger Zwickmühle

Da ist was im Anzug

Es war einmal eine Zeit, in welcher die Menschen gerne ins Wahllokal schritten. Johann Sebastian Bach war einer von ihnen. Am 27. Oktober 1726 ließ er auf einen Text seiner Librettisten Christoph Birkmann und Johann Franck in seinem Lokal der Wahl in Leipzig - der Thomaskirche - die Kantate „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ singen. Eine Hommage an den Stab (Kugelschreiber kannte man damals noch nicht), mit dem man früher ein Kreuz hinter einem Kandidaten machen können tat. Daher auch die Bezeichnung Kantate. Diese kann noch heute als Nr. 56 im BWV, dem Bundes-Wahl-Verzeichnis, gedownloadet werden.

Fast auf den Tag genau 291 Jahre später, am 22. Oktober, kann man nun Johann Sebastians Nachfahrin Marion Bach zusammen mit ihrem Librettisten Hans-Günther Pölitz und der nicht weit von der Thomaskirche wohnenden Heike Ronniger im Lokal ihrer Wahl in Leipzig - der Pfeffermühle - erleben. Mussten wir doch in diesem Jahr alle den Kugelschreiber zur Hand nehmen (Kreuzstab sagen wir heute nicht mehr), da viele Kandidaten uns zuriefen: „Ihr könnt uns alle mal kreuzweise!“

Doch war je ein Kreuz weise? Wird rückwärts betrachtet nicht aus jedem WAHLSCHEIN eine SCHEINWAHL? Und so wird auch diesmal die Zahl der Rheumapatienten, also derer, die unter ihrem Kreuz leiden, wieder zunehmen.

Deshalb nannten die Schöpfer ihr Werk mit der Nr. 40 im ZWV - dem Zwickmühlen-Werke-Verzeichnis: „Da ist was im Anzug“

mit Marion Bach, Heike Ronniger und Hans-Günther Pölitz

Regie: Michael Rümmler

www.zwickmuehle.de